02.08.12

Wie die Technik unseren Alltag verändert

Wie-die-Technik-unseren-Alltag-veraendert

Inspiriert durch den letzten Artikel über die Zukunft der Technik, möchte ich mich nun damit beschäftigen, wie die Technik eigentlich, teils völlig unbemerkt, unseren Alltag in den letzten Jahren verändert hat. Wenn man zurückblickt, ist es doch relativ erstaunlich was sich seit dem Jahrtausendwechsel getan hat:

 

Always online

Mittlerweile ist es im täglichen Leben völlig undenkbar geworden, nicht online zu sein. Facebook, Twitter, Google, etc. begleiten uns auf schritt und Tritt, doch eigentlich noch gar nicht so lange. W-LAN wurde erst 1999 praktisch verfügbar, als Apple das erste iBook mit Airport auf den Markt brachte. Für 300 Dollar konnte man sich einen Access Point von Lucent, dem ersten W-LAN Chipset Hersteller, kaufen.

Den endgültigen Durchbruch erlebte die Always-On-Philosophie aber erst mit dem Durchbruch der Smartphones, den das iPhone im Jahre 2007 anstieß. Zwar gab es bereits davor Telefone die im Funktionsumfang dem iPhone ähneln (manchem mag Windows Mobile und Windows CE noch ein Begriff sein), doch erst das iPhone mit dem Multi-Touch-Screen konnte die Massen überzeugen. In 5 Jahren verbreiteten sich Smartphones so rasant, dass mittlerweile 29% der Deutschen eines besitzen.

Die Cloud

Vor der Jahrtausendwende brannte vermutlich jeder von uns genügend CDs um dutzende Weihnachtsbäume damit zu behängen. Diese wurden mit dem neuem Jahrtausend von den USB-Sticks abgelöst. Trotz negativer Marktanalysen wurde der erste USB-Stick mit einer Speicherkapazität von 8Mb für einen Preis von 50 Dollar auf den Markt gebracht. Bereits diese kleine Erfindung erleichterte den Alltag enorm, doch die Wolke ist im Moment dabei erneut alles über den Haufen zu werfen. Mitte des letzten Jahrzehnts begann die Entwicklung der Cloud-Systeme bei Branchengrößen wie Amazon und Google. Ursprünglich war eine äußert gut skalierbare Serverarchitektur mit dem Begriff Cloud gemeint. Mittlerweile wurde er zum Oberbegriff für die Art wie wir unsere Daten speichern: Ganz egal wo und wie eine Datei erstellt wurde sie ist jederzeit und immer verfügbar, für einen selbst oder für andere. Allen Problemen beim Datenschutz zum Trotz setzen sich die Cloud-Dienste immer mehr durch. Mittlerweile so stark, dass wir selbst bei Gewohnheiten des Alltags auf die Cloud setzen. Zum Beispiel ist es fast schon Usus, dass wir Computer Magazine und Zeitschriften online lesen.

Die Schattenseiten

Doch all diese schönen neuen Dienste haben auch ihre Nachteile, die wir nie vergessen sollten. Schon oft genug haben wir gesehen, dass Clouds nicht erreichbar sind, unsere E-Mail Adressen und Passwörter bei PasteBin und Konsorten der Welt offenstehen oder unsere IM-Nachrichten vom Tischnachbarn im Caféhaus mitgelesen werden. Natürlich kann man einwenden, dass vor allem neue Technik immer ihre Fehler und Sicherheitslücken hat, jedoch sollte man auch daran denken, dass dies kein Trost ist, wenn das Konto geleert oder die privaten Daten quer über die Welt verteilt wurden. Deshalb sollte man sich überlegen, ob man den neuen Diensten nicht mit einer gesunden Skepsis begegnen sollte und man manchmal vielleicht doch auf die “alt hergebrachten” Helfer, wie den “unpraktischen” USB-Stick, zurückgreifen sollte.

Das könnte Sie auch interessieren:


Von: Tags: Cloud, Datenschutz, iPhone, Sicherheit

Sag deine Meinung

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.






Suche

Bleibe auf dem Laufenden

Mit dem Newsletter verpasst man nie mehr neue Beiträge und wird trotzdem nicht zugespammt.